kunstvoll


Ein gutes Werk am Tag? Viele! Begehen und besehen! Und zwar am alljährlichen Galerien-Wochenende in Berlin. Es findet immer Ende April/Anfang Mai statt. Mit dem parallel-Programm der Berlin Biennale (bis zum 1. Juli) wurde die Stadt noch kunstvoller als sowieso schon. Unter dem  Motto „Forget Fear“ wurden die Galerien-Türschwellen mit politisch-aufklärerischen Vokabeln besetzt. Keine Spur von Schwellenangst im Berliner Frühling zu beobachten – nur der Schulterschluss des Kunstvolkes. Und diese Ausstellung, also die des Kunstvolkes meine ich jetzt, gefällt mir immer genauso gut wie der Rest vom Fest.

 

Ein Galerien-Favorit: Jordan-Seydoux in der Auguststraße. Eine charmante Galerie für Zeichnungen und Drucke. Die Pariserin Amélie Seydoux ist von Kindheit an mit dem Thema Kunst und Druck vertraut. Viele französische Künstler waren Auftraggeber ihres Vaters, Eric Seydoux, einem der wenigen Kunstsiebdrucker Frankreichs.

 

Sehenswert: Baselitz. Bei Jordan-Seydoux noch bis 23. Juni.

Eine Kunstpause geht direkt nebenan: Clärchens Ballhaus, Lokalität voll mit Geschichte und mit schönem Garten.

Die in Frankreich bekannte Künstlerin Françoise Pétrovitch wird in Deutschland von Jordan-Seydoux vertreten. Ich mag ihre offenen Motive mit ambivalenten Kindheitsmomenten und die Flüchtigkeit der Szenerie in ihren Tintendrucken.

 

©Fotos: Knut Koops für APRIL/mag

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