Herbstferien

Ein kleiner Notfall-Anruf bei Freunden: Wir waren dieses Jahr noch kein Mal in den Pilzen! Das Gefühl gleicht (natürlich nur schätzungsweise) einem Phantom-Schmerz: Es tut etwas weh, was nicht da ist. In diesem Fall war es die Abrufung eines Steinzeit-Codes, der da lautet: Suchen / Finden; essbar / nicht essbar… Vollstes Verständnis am anderen Ende der Leitung! Wann könnt ihr hier sein…?

Viele Pilze-Finder, aber wenig Pilze-Esser heißt putzen. Scheiben schneiden. Auf Draht ziehen. Aufhängen. Trocknen. Haltbar machen. Ich finde es sieht urgemütlich aus, wenn in der Küche getrocknete Pilze hängen. Sie werden irgendwann im Winter die Pasta-Sauce aromatisieren. Mir schmeckt es nur noch besser, wenn ich auch persönlich nachgeschlagen habe (Hallo lieber Ehemann und liebe Kinder! Ich vertraue Euch, ich schlucke mein Essen nur gerne völlig bedenkenlos hinunter.). Entweder analog, oder den Pilze-Sammlerstolz weniger verletzend, weil unauffälliger: digital („ich hab‘ nur gerade eine sms bekommen…“) mit dieser App.

Es ist das schönste geheime Geheimversteck, das ich kenne… Schade, dass Deutsch keine Schwärm-Sprache ist. Das macht mich neidisch auf den Satz My friends place is such an idyll… Ich las ihn vor Ewigkeiten einmal in irgendeinem englischsprachigen Stylo-Blog. Es ist soweit: I love this treehouse! And my friends place is truely such an idyll…isn’t it?

Es gibt so viel zu sammeln. 2 Wochen Herbstferien sind objektiv nicht ausreichend. Liebe Kultusminister-Konferenz.

…und der Herbst ist greifbar. Nicht nah, sondern da!

 ©Fotos: Knut Koops für APRIL/mag

 

1 Kommentar

Kommentare

  1. stefanie sagt:

    …..yes, it is! A really idyll!

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