handzahm

Manchmal muss man ganz tief in die Wiese greifen. Zu den Löwenzähnen steigen. Mit Pusteblumen tricksen. Wilde Kräuter zähmen. Es gibt so Tage. Die stehen still. An solchen Tagen sucht man Herausforderungen. Und es stimmt schon: der Schnittlauch war nicht ganz so wild, aber wenn der nicht auf’s Brot geschmiert werden wollte, brauchte er ja nicht im Garten rumzustehen… Es gibt halt so Tage. An denen schleift der Himmel über den Rasen.

Anleitung für die längste Abendbrot-Zubereitung der Welt: erstmal Grasen gehen. Dann sortieren. Wild sind sie alle, aber probieren möchte man nicht unbedingt alle. Deshalb wird kräftig aussortiert. Wilde Kräuter handzahm gemacht. Und am Ende des Tages landete auf unserem Brot: Sauerampfer, Löwenzahn, Brenessel, Schafgabe und sogar noch etwas Bärlauch (wir haben es nachgeschlagen!). Und sollte bei Euch mal der Himmel über den Rasen schleifen und Ihr entscheidet Euch zu Grasen: nur das junge Grün schmeckt!

 

 

© Fotos: Knut Koops für APRIL/mag

6 Kommentare

Kommentare

  1. ulma sagt:

    ich verneige mich jetzt einfach einmal: vor diesem post, diesen bildern, diesem text, diesem blog überhaupt, euch.

  2. Alma sagt:

    schnittlauch wandert hier immer geschnippelt aufs dunkle vollkornbrot, bestrichen mit frischkäse.

    das ist alles so schön.
    so kräuterich sommerlich.

    große bewunderung.

  3. käthe sagt:

    so wundeRwundeRbaR. bildeR. woRte. zusammenspiel.
    gRoßaRtig. dass seid ihR. und schließe mich ulma an. von heRzen.

  4. Daniela sagt:

    wunderschön – ich hab‘ Heimweh!

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