Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes

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Hiermit lösen wir die ewige Gleichung des hohen Jahresend-Festes…. Tátátá: Altes + Neues + Geliehenes = Weihnachten! Es folgt die Auflösung in drei Schritten. 1. Bei etwas NEUEM handelt es sich um alles, was wir selber einbringen, seitdem Weihnachten nicht mehr einfach nur da ist, sondern seit wir Weihnachten selber machen. So ist NEUES auch der Schmuck, den wir selbst gekauft oder geschenkt bekommen haben, es ist ein Sammelsorium an Traditionen und Dingen der ersten Generation. Zweitens ist da das GELIEHENE. Es ist die Feierlichkeit, der Moment, den man nicht kaufen oder erben kann. Es sind die Lieder und Bräuche, die uns nicht gehören, doch die wir übernehmen und weitergeben. Das dritte ist das ALTE. Es sind die Geschichten und Erinnerung, ohne die Weihnachten aufgeschmissen wäre. ALT ist, was wir im kollektiven Gedächtnis verankert haben. Volkskunst aus dem Erzgebirge ist demnach etwas ALTES. Mit dieser Bildergeschichte verneigen wir uns vor beunruhigenden Nußknacker-Gebissen unserer Kindheit, die noch jede Nuß geknackt haben. Vor Spielzeug-Szenerien im Tannengrün, die als Blitzableiter für die große Weihnachts-Aufregung herhalten mussten. Vor Räuchermännchen, die paffend einen Geruch verbreiten, bei dem sich die Frage nach wohlriechend oder nicht nicht stellt. Dies ist die Weihnachtsformel, mit der es weihnachtet. Sehr sogar.

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Die Bergleute des Erzgebirges schnitzten schon vor Jahrhunderten für die dunkelste Zeit des Jahres Holzschmuck. So ist z.B. der berühmte Schwibbogen eine Huldigung des Lichtes, das die Bergleute im Winter nie zu sehen bekamen: morgens fuhren sie im Dunklen untertags, abends verließen sie die Stollen in der Finsternis. In Mini-Betrieben wird bis heute die kunstvolle Holzverarbeitung vollkommen von Hand ausgeführt.

drittes Bild von unten: kunstvoller Holzstern als Christbaumspitze von Martina Rudolph aus dem Erzgebirge hier

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