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Home24: Frühlings-Verlosung / beendet

home24Der April macht was er will! So gesehen darf man auch mal eine Ausnahme machen und etwas Großes in den Osterkorb legen. Als Deutschlands größter Möbel online-shop Home24 uns vorschlug, etwas Schönes für Euch auszusuchen, fiel uns das kein bisschen schwer: Zwei Dinge haben wir gewählt, mit denen sich der Frühling feiern lässt!

Verlost wird ein Hängesessel, in dem man den Blättern beim Wachsen zuschauen kann (das haben wir persönlich getestet – hier). Und obwohl der Osterkorb damit schon aus allen Nähten platzt, haben wir noch das extra große Tablett dip it (Achtung: wir verlosen das Tablett nicht wie in der Abbildung gezeigt in der Farbe natur/grau, sondern natur/weiß) hineingelegt. Das musste sein, denn damit kann man wirklich alles, was man für eine Extra-Einladung an den Frühling braucht, aus dem Haus raus schaffen. Wir haben das Tablett als picnic-Tisch erprobt, damit Schüsseln und Teller auf dem Waldboden nicht in Besorgnis erregende Schieflage geraten (hier).

Und nun bleibt nichts weiter zu sagen als: Es hat eine Menge Spaß gemacht, diesen Osterkorb für Euch zu befüllen!

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Wir verlosen einen Hängesessel „lucky light“ und ein Tablett „dip it“ (in der Farbe natur/weiß) von Home24 unter allen Kommentaren die bis zum Donnerstag, den 17. April 2014 eingehen. Hinterlasst einfach das Wort GRÜNDONNERSTAG (weil wir das Wort so mögen) in Eurem Kommentar und der Zufall entscheidet, wer diesen „Osterkorb“ erhalten wird.

 

V I E L  G L Ü C K

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Friederike hat gewonnen.

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Der nächste Sommer…

1_1 2_1Wir sind über den Winterberg, wage ich jetzt mal zu behaupten. So steigt die Gewissheit: Der nächste Sommer kommt bestimmt! Reisepläne sind in dieser Situation das Beste, was man machen kann. Ich kann es zwar nicht beweisen, bin mir aber sicher: man kann geradezu von einer antioxidativen Wirkung sprechen. Natürlich nur, wenn man die Vorstellung des nächsten Sommers gründlich auf sich einwirken lässt. Wohin soll die Reise gehen? An Orte, an die man zurückkehren möchte, weil sie so schön waren? Oder lieber an Orte, die wir nie zuvor gesehen haben, aber kennenlernen möchten. Und so kommt es, dass ich mich aus heiterem Himmel in der Fortsetzung eines nordic summers seheUnd es kann durchaus sein, dass ich dabei nur unter dem Einfluss von SAANA JA OLLI stehe. Ihre Kollektion ist inspiriert von einem Aufenthalt in einem finnischen Sommerhaus. Ihre Textilien sind aus Hanf in Finnland gefertigt. Und ihr Lookbook… Seht einfach selbst!

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Das finnische Designduo Saana Sipilä und Olli Sallinen ist auch privat ein Paar. Die beiden haben sich auf einem Musik-Festival kennengelernt und dann beide Textilkdesign studiert. Um gemeinsam so wunderschöne homeclothes wie diese zu kreieren. Ein Sommertagtraum.

SAANA JA OLLI store | the Villi Pohjola collection (lit. The Wild Northland) is inspired by days spent in a summer house in the Finnish archipelago. The closeness of the sea and small dreamy seaside towns influenced the hand drawn print.

Fotos: Unto Rautio

 

 

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this is paper # the little edition

1Vielleicht hat das Sonnenlicht Euch am Wochenende ein paar Möbel rücken lassen. Vielleicht hat es Euch Teppiche klopfen lassen. Vielleicht hat es Euch Wollmäuse jagen lassen. Vielleicht ist aber alles auch ganz anders gewesen. Und Ihr habt das Licht auf Euch einwirken lassen. Jedenfalls werden die Tage wieder heller. Und wir starten mit mehr Energie in die Woche. Wenn dann die Kleinen auch noch gute Laune haben –ist das der halbe Nachmittag. Hier nur so zum Spaß ein paar Poster für das Kinderzimmer. Mit VorBildfunktion. Poster sollen nicht bloß Bilder für unsere Kinder sein, nein sie sollen auch VORbilder sein!

Viel Spass beim durchklicken:

1. Die VorBildfunktion von Katzen: Mehr kuscheln, mit den Menschen, die einem zu Essen und zu Trinken geben! Deshalb: Meow und Monsieur Cat– und auch ein bisschen, weil alle Katzen lieben!

2. Die VorBildfunktion eines Küken: Weiches, fluffiges Haar wie das gelbe Gefieder eines kleinen süßen Küken bekommt man nur dann, wenn man das Shampoo restlos ausspült. / Die VorBildfunktion vom Mann im Mond: Nur mit ein bisschen Dunkelheit, kann auch etwas glitzern

3. Die VorBildfunktion eines Bären: Er ist so stark, weil er Omega-3-Fettsäuren in Rauen Mengen verdrückt / Die VorBildfunktion der Tomate: Einmal Ketchup auf Anfang gestellt ist der Beweis, dass Tomaten keinen Zucker brauchen, um  süß zu sein / Die VorBildfunktion des Puffys: Bewegt sich viel an der frischen Luft. Ok, genau genommen IN der frischen Luft…

4. Die VorBildfunktion von Blaubeeren: Zungenfärber gibt es auch in der Natur. / Die VorBildfunktion des Panda: Das Fressen geschieht meist in einer sitzenden Haltung (wikipedia-Wissen)

Euch allen einen schönen Montag!

 

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this is paper

1Kennt Ihr das auch? Das Fantasie-Dekorieren? Wir haben gerade einige Veränderungen in der Wohnung vorgenommen und mir geht es jetzt gar nicht darum, was am Ende dabei heraus kommt. Sondern um das was auf dem Wege dorthin im Kopf ensteht. Und jetzt wird es persönlich: Ich LIEBE das. Es genügt mir meist schon das Fantasie-Dekorieren, das Fantasie-Umräumen, das Fantasie-Renovieren. Die Realität kann da nicht mithalten, wie sollte sie auch, das kann man nicht von ihr erwarten. Doch im Allgemeinen wird ausreichend Verständnis für die Realität aufgebracht. Deshalb ist diese Print-Auswahl für alle Fantasie-Freunde. Und weil die Wände einer Wohnung vielleicht nicht ausreichen, schließt das selbstredend auch Freunde von Freunden und Freundinnen von Freundinnen mit ein :-)

 

Viel Spaß Euch allen da draußen mit diesem Guide für Lieblings- Illustrationen, -Prints und -Grafiken:

1. Reihe: Alle drei Prints (plus Grafik im Hintergrund) sind von der dänischen Grafik Designerin Kristina Krogh. Scheinbar völlig unbeeindruckt von Material und Struktur zersetzt sie Oberflächen und fügt sie in einer eigenen Formensprache wieder zusammen. Was dabei entsteht, ist anziehend…

Und so habe ich den tollen onlineSHOP SCHEE entdeckt, der eine Auswahl von Kristina Kroghs Artwork anbietet.

 

2. Reihe: Ich bin aktuell sehr mondsüchtig! Und mag daher den Druck Moon von Seventy Tree so gerne (links außen). / Der springende Fuchs hat Poesie ist über artrebels.com erhältlich. / Die Prints des australischen onlineShops Adventures of sind einfach nur schön… und der Druck Phases of the moon  (rechts) sicher zu schön um in der Fantasie an der Wand zu hängen…

 

3. Reihe:  Diamonds von Camilla Konradsen sind ein sehr cooler Blickfang – über SCHEE / Das Poster Eye, Eye (mitte) hat die junge deutsche Grafik Designerin Marta Fromme gestaltet und ist eine Kooperation mit Finelittleday / Ananässer sind mehr superer!!! Oder wie steigert man Ananas? Illustration der jungen Hamburgerin Ini Neumann für Human Empire

 

unten: Das A B C ist von Snug / und der Tropfen aus vielen kleinen Triangeln von Seventy Tree über SCHEE

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Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes

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Hiermit lösen wir die ewige Gleichung des hohen Jahresend-Festes…. Tátátá: Altes + Neues + Geliehenes = Weihnachten! Es folgt die Auflösung in drei Schritten. 1. Bei etwas NEUEM handelt es sich um alles, was wir selber einbringen, seitdem Weihnachten nicht mehr einfach nur da ist, sondern seit wir Weihnachten selber machen. So ist NEUES auch der Schmuck, den wir selbst gekauft oder geschenkt bekommen haben, es ist ein Sammelsorium an Traditionen und Dingen der ersten Generation. Zweitens ist da das GELIEHENE. Es ist die Feierlichkeit, der Moment, den man nicht kaufen oder erben kann. Es sind die Lieder und Bräuche, die uns nicht gehören, doch die wir übernehmen und weitergeben. Das dritte ist das ALTE. Es sind die Geschichten und Erinnerung, ohne die Weihnachten aufgeschmissen wäre. ALT ist, was wir im kollektiven Gedächtnis verankert haben. Volkskunst aus dem Erzgebirge ist demnach etwas ALTES. Mit dieser Bildergeschichte verneigen wir uns vor beunruhigenden Nußknacker-Gebissen unserer Kindheit, die noch jede Nuß geknackt haben. Vor Spielzeug-Szenerien im Tannengrün, die als Blitzableiter für die große Weihnachts-Aufregung herhalten mussten. Vor Räuchermännchen, die paffend einen Geruch verbreiten, bei dem sich die Frage nach wohlriechend oder nicht nicht stellt. Dies ist die Weihnachtsformel, mit der es weihnachtet. Sehr sogar.

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Die Bergleute des Erzgebirges schnitzten schon vor Jahrhunderten für die dunkelste Zeit des Jahres Holzschmuck. So ist z.B. der berühmte Schwibbogen eine Huldigung des Lichtes, das die Bergleute im Winter nie zu sehen bekamen: morgens fuhren sie im Dunklen untertags, abends verließen sie die Stollen in der Finsternis. In Mini-Betrieben wird bis heute die kunstvolle Holzverarbeitung vollkommen von Hand ausgeführt.

drittes Bild von unten: kunstvoller Holzstern als Christbaumspitze von Martina Rudolph aus dem Erzgebirge hier

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WohnWünsche

wohnen im september1. Krug aus Waldglas

2. sieht nicht nur aus wie eine, es ist der Inbegriff einer Wolldecke 

3. Hamamschale

4. Salonschleicher schön an den Füssen, schön in der Wohnung (FurlaneSlipper)

5. Les Boucherouites!!! Diese  marokkanischen Teppiche sind ein RaumTraum. von hier | mehr hier  | und hier

7. Untersetzer wie aufgesammelt und mit nach Hause genommen (über anthropolgie.eu)

8. Tischset

9. KelimKissen (hier)

10. Hock(er) di nieder

11. Set von Drahtkörben (über anthropolgie.eu)

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vorbeischauen

bei Elisabth Schotte. Designerin, Shop-Inhaberin

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An diesem Spätsommertag täuscht der Himmel kühlere Temperaturen vor, als tatsächlich sind. Die Stadt ist sich einig: sie unternimmt Urlaubsverlängernde-Maßnahmen in den Straßencafés. Und davon gibt es genug im Graefe-Kiez. Wir trinken bei Lisa in der Küche Kaffee. Später noch grünen Tee, denn unser Besuch endet erst, als Lisa nachmittags in den Laden geht. Sie wohnt in fußläufiger Nähe zum SÜPER-Store (hier), den sie gemeinsam mit Vanessa Marangoni führt. Wir haben französische Hörnchen für das Vormittags-Gedeck dabei. In Berlin ist es eher überraschend, neuen Menschen zu begegnen, die nicht zugezogen sind. Bei Lisa ist es so, sie ist hier aufgewachsen. An einen konkreten Grund, weshalb sie vor 18 Jahren nach Kreuzberg gezogen ist, kann sie sich nicht entsinnen. Ein Grund wie „weil es hier den besten Kaffee oder die beste Pizza der Stadt gibt“ wird es da noch nicht gewesen sein. Vor einem Jahr ist sie mit ihrem Mann, dem Regisseur Jörn Hintzer, und den beiden Töchtern von einer Altbauwohnung in die Räume eines alten, zu Wohnzwecken umgestalteten Verwaltungsgebäudes gezogen.

„In der Anfangsphase war es komisch sich an das seeehr viele Weiß der seeehr hohen Wände zu gewöhnen,“ erzählt Lisa. Die enorme Deckenhöhe beruht auf der Architektur eines öffentlichen Gebäudes und löst ein ungewöhnliches Raumgefühl aus. „Da haben wir befreundete Künstler gefragt, ob sie nicht Bilder hätten, die sie vielleicht an unseren Wänden aufbewahren möchten.“ Die nackte Küchenwand hat Glück gehabt – sie kleidet nun T-Shirt-Kunst von Jochen Twelker.

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Die Brücke zwischen Küche und Wohnzimmer schlägt der Orient-Teppich. Über dem Klavier sammeln sich Dürer-Hasen, als hätte jemand Copy-Paste gedrückt. Während auf dem Klavier noch weitere Hasen-Teile auf ihre Rahmung warten. Die Kopien-Sammlung wächst auf natürliche Art und Weise immer dann, wenn ein Hasen-Duplikat ihre Wege, und manchmal auch die Wege von Freunden, kreuzt.

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„Die Kinder finden es spannend, jetzt ein eigenes Zimmer zu haben, denn in der alten Wohnung hatten sie ein Gemeinsames“, erzählt Lisa. „Es ist aber auch Thema bei uns, ob wir die Zimmer zu einem Spiel- und Schlafzimmer zusammenlegen“ erklärt sie mit Blick auf eine Kinderzeichnung, auf der ein gemaltes Hochbett mit passender Leiter abgebildet ist. Wer schläft am Abend gerne bei wem mit ein, wo wird viel gespielt und wo halten sich die Kinder mit ihrem Besuch auf: Es muss das grundlegende Wesen des Kinderzimmers sein, dass es eigentlich immer in der Entwicklungsphase steckt – wie das Kind selbst. Innenarchitektonisches FAZIT: Allzeit-Umräum-Pläne sind zwangsläufig und damit mehr als ok.

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Der Himmel bricht auf: Es ist jetzt stärker auf der Kippe zu Sommer denn zu Herbst… Licht strömt in den großen offenen Wohnraum. Es leuchtet die Fassade eines imposanten Kreuzberger Gebäudes im Fenster wie ein grafisches Kunstwerk selbst. Das Bild über dem Esstisch haben Lisa und Jörn von dem in Berlin lebenden US-Künstler Kottie Paloma gekauft. Der Detailreichtum der Einrichtung, die warmen Materialien kombiniert mit der ungewöhnlichen Atmosphäre des Gebäudes, all das macht es einem nicht leicht, die Wohnung zu verlassen. Aber es nutzt ja nix: Lisa muss los! Danke, dass wir vorbeischauen durften.

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Lisa and Vanessa at their Shop, the SÜPER-Store, Kreuzberg, Berlin.

 

© Fotos: Knut Koops für APRIL/mag

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Introducing: Le Klint & Moomin

MOOMIN by LE KLINTWir können uns nicht beherrschen, diese News rauszuposaunen. Unsere Entschuldigung lautet: Zweidrittel dieser kleinen online-Redaktion sind riesen Moomin-Fans, wovon wiederum Eindrittel zur Hälfte seine Wurzeln im Heimatland der schneeweißen Trolle hat. Alles klar? Eigentlich überhaupt nicht, denn um Moomins super zu finden, braucht es überhaupt keine Erklärung. Der traditionsreiche Lampenhersteller Le Klint hat die kleinen Sympathieträger in Lichtgestalten transormiert, super fragil und empfindlich für eine gemütliche Licht-Atmosphere. Le Klint stellt die neue Moomin-Kollektion soeben vor, die bald auch für den Verkauf zur Verfügung steht. Mehr Info auf der Le Klint-Website hier

 

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mehr Sommer

06Im August bleiben wir in der Sommerfrische! Und ehrlich gesagt – den Rest des Jahres auch… Mit Stücken, die uns an dieses Vorhaben erinnern:

1. Zu schön, um unter dicken Klamotten zu verschwinden – und das tun sie im Sommer ja auch nicht! Minimalistische Kleiderbügel über ting

2. Die Sonne geht auf – mit Retro-Eierbechern über ting

3. Für Mammut-Wiesenblumen-Sträuße -die türkis leuchtende Glasvase

4. Rein, raus, rein, raus, raus rein… so geht Sommer! Ein unkomplizierter Flickenteppich macht das mit! hier

5. Unsere Hollunderblüten-Schorle steht auf dem Tisch! Im Saftkrug von LeCreuset

6. Das nächste Aufräumen hat noch Zeit, erstmal sammelt die Schale aus Akazienholz Kleinteile für uns

7. Ich weiß nicht ob die Lotusblüte es weiß, aber ab jetzt steht sie für die Leichtigkeit des Seins! Teelichthalter über ebay

8. Servietten wie vom Fischer!

9. Konfetti-Brett über Human Empire

10. Das viele frische Sommer-Obst & Gemüse will gewaschen werden: Emaille Durchschlag

11. Wie ein Souvenir aus Marrakesh: Marokkanischer Lederpouf über etsy

12. Zeit für Fantasie – mit der Welt der Moomin auf dem Becher

 

 

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Kopenhagen: Mit Liebe

CPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LIebeCPH/LiebeCPH/Liebe 12CPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeCPH/LiebeAlle einsteigen! Ins Karussell der Inspirationen: K O P E N H A G E N! 3 Tage Kopenhagen bringen alles wozu eine Städte-Tour gut ist:  „Alltag wird abgeschüttelt / Müdigkeit vom Winde verweht / Vitalität und neue Eindrücke wo man geht und steht“ (Anm. der Redaktion: das war ein Reim!). Bitte anschnallen und zurücklehnen – wir nehmen Euch natürlich mit, wir sind ja nicht fiese! Und Ihr seid schon längst eingestiegen, ihr wisst es nur noch nicht, die Tour hat längst begonnen:

Wir befinden uns in der Nansensgade/1366 København. Hier sind wir mit Susan Liebe zum Frühstück verabredet. Sie ist rausgezogen aus der Stadt. Also treffen wir sie in ihrem Keramik-Studio, unterhalten uns über ihre neuen Projekte und Pläne, lassen uns die Entstehung ihrer wunderschön nostalgischen Keramiken, von denen viele schon kleine Klassiker sind, demonstrieren und atmen die Atmosphäre ein. Es ist ganz klar spürbar: Susan sortiert die Welt nach Farbtönen. Ihrem größeren Sohn Emil ist zwischendurch stinke langweilig, obwohl auch er alle Hände voll Babys hat. An der Langeweile sind aber auch seine Lehrer schuld. Die haben sich heute einen Streik einfallen lassen. Naja, Papier und Stift sind ja auch noch da. Und wir. Wir können schließlich auch mal ein Baby halten. Sehr gerne sogar.

Susan, wieso arbeitest Du mit Keramik?

„Oh, das habe ich schon als Kind gern getan! Nachdem ich später die Danish Design School besuchte, bin ich bei dem Material, das ich so mag, geblieben. Witzigerweise bin ich gerade jetzt an einem Punkt, an dem ich meine Ideen mehr auf Papier bringen möchte. Denn ich musste vor der Geburt der Zwillinge einige Zeit im Krankenhaus verbringen, und im Bett lässt sich ja nicht so weiter arbeiten wie gewohnt. Da haben mich schon die rein praktischen Gründe zum Papier gebracht. Die Keramik ist bei ihrer Entstehung eine eher nasse, staubige und farbige Angelegenheit und dafür fehlen mir jetzt mit den Zwillingen ein paar Arme mehr! Und so entdecke ich jetzt stärker die Arbeit mit Papier…für die Keramik-Arbeiten habe ich jetzt Hilfe.“

Gemeinsam blättern wir in ihrem neuen Freundschafts-Buch für Erwachsene, das sie gerade fertig gestaltet hat und seitenweise Platz für lustige Anekdoten bietet. Die Zeit ist reif für ein analoges Facebook! Ihr Skizzenbuch ist voll von geometrische Formen in den fröhlichsten Farben. Daraus werden Deko-Elemente für Wände- und Fenster. Wie das in Echt aussieht, sehen wir später an den Schaufenstern ihres Ladens in der Kopenhagener Instadt. Unkomplizierte Deko-Ideen sind Susans Spezialität. Ihren 70er Jahre Kinderwagen hat sie mal eben mit Maskingtape-Dots in unterschiedlichen Farben und Größen gepimpt! Sie ordnet Dinge und Farbe zu einer Welt, in die man ihr leichtfüssig folgt. Ohne die geringste Lust, wieder aus ihr aufzutauchen.

Ihre poetischen Porzellan-Wandvögel liegen hier und da in den Regalen verstreut. Farbsplitter fügen sich bei ihr zu fröhlichem Schmuck. Und mit den Inschriften in ihre Keramik verteilt sie kleine unaufdringliche Kommentare zum Familienleben von Heute in den Wohnungen: „Ich weiß ja nicht wie es bei anderen aussieht. Aber bei mir ist nichts wirklich ordentlich und perfekt“ sagt die Mutter von Vieren. Home, sweet Home ist also ein porzellangewordenes Augenzwinkern und ihre Becher mit den Aufschrift Mutter, Vater und Junge/Mädchen kleine Anspielungen auf moderne Familienstrukturen. In denen kann es schließlich schon mal unübersichtlich werden. Mit einer guten Portion Durcheinander. So à la Liebe!

 

 

 

 

 

©Fotos: Knut Koops für APRIL/mag

 

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